Goldtalstraße 14 93077 Bad Abbach
Leitung Gabriele Baumeister
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Selbstbestimmung
In unserer Einrichtung werden Kinder mit Behinderung und Kinder mit drohender
Behinderung gemeinsam mit Nichtbehinderten Kindern gefördert, erzogen und
betreut. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist eine harmonische Atmosphäre
von gegenseitiger Akzeptanz und Zusammengehörigkeit.
Voraussetzung für eine Integration
Voraussetzung für eine Integration ist, dass Stellen eines Integrationsantrages,
laut §53 SGB 12 Art. 2 BayKiBiG, beim Bezirk Niederbayern – Landshut.
Diesem Antrag liegt ein ärztliches Attest zu Grunde. Der Integrationsantrag
muss jährlich neu gestellt werden, bei der Antragsstellung stehen wir ihnen
gern zur Verfügung.
Gründe für eine Integration
- Diagnostizierte Behinderung
- Von Behinderung bedrohte Kinder
- Körperliche Beeinträchtigung
- Geistige Beeinträchtigung
- Emotionale Beeinträchtigung
- Entwicklungsverzögerung
- Teilleistungsstörungen in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen
Die räumlichen und pflegerischen Voraussetzungen werden geprüft, ob
sie den Bedürfnissen des Integrativkindes gerecht werden.
Integration in unserem Kindergarten
In unserer Integrationsgruppe den „Hasen“ werden Kinder mit Behinderung,
Kinder mit drohender Behinderung und Nichtbehinderte Kinder gemeinsam betreut,
gefördert und unterstützt. Die Hasengruppe besteht aus 15-20 Kinder,
davon 3-5 Integrationskinder. Das pädagogische Fachpersonal, in der Integrationsgruppe,
setzt sich aus einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer Heilerziehungspflegerin
zusammen.
Integrative Kinder die auch im Rahmen einer größeren Gruppe betreut
werden können, sind als Einzelintegration in der Löwen, Bären
und Katzengruppe. Sie werden durch eine Drittkraft und zusätzlich von unserer
Heilerziehungspflegerin gefördert.
Ebenfalls findet in unserer Einrichtung, Gruppenübergreifende Einzel- und
Kleingruppenförderung, durch unser pädagogisches Fachpersonal ( Heilerziehungspflegerin
) statt. Die Förderung deckt die Bereiche Sozialverhalten, Kommunikation,
Sprache, Lebenspraxis, Motorik und Wahrnehmung ab und wird auf die Bedürfnisse
des Kindes zugeschnitten.
Ziele der Integration
Die pädagogische Zielsetzung der Integration, in unserer Einrichtung, orientiert
sich in erster Linie an unserem vorhandenen Konzept, wird aber jeweils auf die
Bedürfnisse jedes Kindes abgestimmt.
Unterschiedlichkeit wird als Chance gesehen von einander zu lernen, denn unsere
Kinder sollen erfahren, dass das Zusammenleben mit verschiedensten Menschen
eine Selbstverständlichkeit ist. Kinder mit besonderen Bedürfnissen
profitieren vom positiven Vorbild der anderen, Nichtbehinderte Kinder und deren
Familien lernen, dass Schwächen und Behinderung ein Teil von Normalität
sind. Nichtbehinderte Kinder werden durch die Alltagssituation sensibel dafür,
Schwächen bzw. Hilflosigkeit zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ebenso
werden sie die individuellen Stärken des anderen erfahren, schätzen
und andere Werte kennen lernen.
Uns ist die Zusammenarbeit mit den Fachdiensten sehr wichtig, da wir viel Wert
auf den Austausch von Entwicklungen, Beobachtungen und Fördermöglichkeiten
legen, um die bestmögliche Förderung der Integrativkinder zu gewährleisten.
Aufgaben des pädagogischen Personals
Unsere Aufgaben sind, jedes Kind individuell Sehen und es da abholen wo es mit
der Entwicklung steht. Gezieltes Beobachten; die Dokumentation des Entwicklungsstandes,
des Verhaltens und von Fähigkeiten und Fertigkeiten ist die Grundlage unserer
Arbeit. Für jedes Kind wird ein individueller Förderplan erarbeitet
und in gezielten Förderangeboten umgesetzt. Ebenfalls ist die Zusammenarbeit
mit Therapeuten und dem Elternhaus eine wichtige Grundlage unserer pädagogischen
Arbeit.
Zusammenarbeit mit fachbegleitenden Diensten
Voraussetzung für eine optimale sprachliche, motorische, kognitive, emotional-sozial,
individuelle Förderung ist eine gute Zusammenarbeit mit den Fachdiensten.
- Frühförderstelle
- Logopäde
- Ergotherapeut
- Psychotherapeut
- Heilpädagoge…
Pädagogische Fördermaßnahmen
Art der Förderung Umsetzung Zeitrahmen
Anamnese - Intensive Elterngespräch
- Ausfüllen eines Anamnesebogen
- Austausch mit Fachdiensten, Therapeuten und vorhergehenden Einrichtungen -
Vor Eintritt in den Kindergarten
- Während der Kindergartenzeit in regelmäßigen Abständen
Integrativkinder
- nach individueller angemessener Eingewöhnungszeit wird jedes Integrativkind,
seinen Bedürfnissen gerecht, von einem Pädagogen intensiv
betreut und
gefördert.
- die Betreuung erfolgt das gesamte
Jahr im Gruppengeschehen, in Einzelförderungen oder in Kleingruppen
Förderpläne
- als Grundlage dienen Beobachtungsbögen der Einrichtung
- werden durch pädagogische Fachkraft erstellt und reflektiert - diese
werden halbjährlich überarbeitet, aktualisiert und reflektiert
Fallgespräche
- der einzelne Fall wird im Team vorgetragen und pädagogisch diskutiert
- Berücksichtigt wird die Dokumentation
- Je nach Bedarf wird dies einmal im Monat besprochen
Elterngespräche
- Sind Gespräche über die Entwicklung der Kinder
- Vermittlung von Tipp ihr Kind zu Hause zu fördern - ausführlich
aller 6 Monate und zwischen Tür und Angel
Zusammenarbeit mit den Fachdiensten
- Austausch über die Entwicklung des Kindes
- Besprechung und Austausch über Fördermaßnahmen
- In regelmäßigen Abständen
Spiel- und Lernangebote (Förderangebote)
- Förderangebote werden unter Berücksichtigung der individuellen Kompetenzen
der Integrativkinder erarbeitet
- Grundlage der Förderarbeit ist der erstellte Förderplan
- Förderangebote finden in der jeweiligen Gruppe, Einzel- oder Kleingruppe
statt, je nach individueller Situation
- Integrativkinder und Nichtbehinderte Kinder werden gemeinsam gefördert
- die Förderung durch Fachdienste muss gewährleistet werden
- allgemein Förderung siehe Konzeption
- die Freispielzeit ist wichtig, denn hier kann gelerntes im Kontakt mit anderen
Kindern umgesetzt und ausprobiert werden
- Förderung findet im täglichen Ablauf statt
- Spezielle Förderung 1-2 mal die Woche und je nach Bedarf des Integrativkindes
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