Die Bewegungsbaustelle
beruht darauf, dass es keine fertigen Materialien sind, die nur bestimmte
Spielabläufe gestatten, sondern dass die Kinder dabei mehr über deren Eigenschaften
und Handhabung
sowie über ihren eigenen Körper erfahren. Ein wesentliches Grundprinzip besteht
im Gegensatz zur
angeleiteten Bewegungs-förderung darin, dass die Erzieherinnen den Kindern
keine Aufgaben, Anleitungen
und Übungen vorgeben, sondern die Kinder frei aus dem Angebot auswählen können,
wie und womit sie sich
beschäftigen wollen. Um dem ständigen Bewegungsdrang der Kinder stärker entgegenzukommen,
der im
Gruppenraum häufig viel an Unruhe, Streit und manchmal auch handgreifliche
Aggressionen verursacht,
sehen wir in einem regelmäßigen und für die Kinder frei verfügbaren Angebot
nicht nur eine Entlastung
für die Gruppenarbeit.
Damit ist den Kindern
auch die Möglichkeit gegeben, gemäß ihrem eigenen Entwicklungsstand und der
augenblicklichen Laune ihre körperlichen und psychomotorischen Fertigkeiten
und Kompetenzen zu entwickeln.
Materialien, die
wir anbieten sind Turn-, Spiel-, Rhythmikgeräte, Naturmaterialien, Papprollen usw.
Was lernen die Kinder dabei?
Kinder können
anscheinend immer rennen, hüpfen, springen, klettern und „toben“ –
so denken wir Erwachsenen.
Doch wenn wir ein wenig überlegen, fällt uns auf, wie sehr Kinder gerade im
Bewegungsbereich heute eingeschränkt werden. Welche Wohnung ist schon groß
genug, welche Nerven von
Eltern und Nachbarn gut genug, um Kindern ihren Spaß am Bewegen zu lassen.
Rene Spitz hat nachgewiesen,
wie sehr kindliche Entwicklung, Selbstvertrauen und Reifung des „Ichs“ von
körperlichen Fähigkeiten abhängig und in Wechselwirkung mit ihr verknüpft
sind.
Die Kinder suchen
sich aus dem frei verfügbaren Angebot in der Regel diejenigen Tätigkeiten
aus, die ihrem
augenblicklichen Entwicklungsstand entsprechen und versuchen den Schwierigkeitsgrad
zu finden, den sie
bewältigen können. Dies ist eine Grundqualifikation, die für die Entwicklung
der Leistungsmotivation
entscheidend ist.
Und: Kinder sind
aktiv und beschäftigt. Gerade bei den Älteren entsteht keine Langeweile, sondern
Freude und
Spaß an der Aktivität.
und wesentliche Ergänzung.
Dieses Projekt bieten wir unter normalen Umständen das ganze Kindergartenjahr an