Als Eltern können
Sie gewisse Vorarbeiten leisten, damit Ihr Kind den Kindergarten akzeptiert.
In der Familie sollte dieses Ereignis weder übergangen, noch überbewertet
werden. Ständige
Versprechungen von schönen Dingen, die das Kind im Kindergarten erwarten,
sind ebenso wenig sinnvoll,
wie Androhungen (warte nur, im Kindergarten wird dir schon Ordnung beigebracht
werden, da wirst
du gehorchen müssen usw.)
An der Vorbereitung
der für den Kindergartenbesuch notwendigen Gegenstände sollten Sie lieber
Ihr
Kind teilhaben lassen, indem Sie entsprechende Erklärungen dazu geben:
Brotzeittasche:
Für die Brotzeit (die Kinder dürfen essen, wenn sie Hunger
haben; Getränke gibt
es im Kindergarten)
Hausschuhe: Jedes Kind hat seinen eigenen Platz für
die Hausschuhe.
Turnbeutel: Im Turnbeutel sollten eine Turnhose und
ein T-Shirt sein,
sowie Gymnastikschuhe.
Gummistiefel und
Matschhose:
Da wir auch bei
nassem Wetter fast täglich in den Garten oder Wald gehen.
Bitte dicke
Strümpfe in die Stiefel stecken.
Auf diese Weise
erfährt Ihr Kind schon einiges von den Gepflogenheiten im
Kindergarten.
Außerdem ist das Kind schon beim „Schnuppertag“ im Juni oder
Juli im Kindergarten
gewesen, um sich die Einrichtung gemeinsam mit der Mama bzw. Papa anzuschauen
und einige Zeit, vielleicht schon alleine, im Kindergarten zu verbringen.
Das Kind weiß somit, was im
September auf es zukommt.
Dennoch kann es am
ersten Tag Tränen beim Abschied von der Mama geben.
bedenkt, dass es häufig die erste richtige Trennung von der gewohnten Umgebung
ist - so viele neue Kinder,
die fremde Umgebung und das auch noch ohne seine Mama. Ja, und was macht eigentlich
die Mama so lange
ohne mich? Ist sie nicht traurig?
Sie kennen Ihr Kind
am besten und können beurteilen, ob sie es selbst verabschieden oder der Erzieherin
das Trösten überlassen. Sie versteht sich übrigens darauf und ein schneller
Abschied ist für beide Teile nur
ein kurzer Schmerz. Jedes Hinauszögern tut beiden (Mutter und Kind) unnötig
weh.
Bei sensiblen Kindern
empfiehlt es sich, anfangs ein wenig mitzuspielen und dann erst zu gehen.
Bitte
verabschieden Sie sich persönlich von Ihrem Kind, nicht wegschleichen, weil
das Kind gerade so schön spielt.
Für das Kind ist der
Am ersten Kindergartentag
sollten Sie Ihr Kind nicht die volle Zeit dort verbringen lassen, damit es
die
Erfahrung machen kann, „ich werde abgeholt, man hat mich nicht vergessen!“
Dieser erste Tag
muss für Ihr Kind keinesfalls so fröhlich verlaufen, wie wir Erwachsene uns
das vorstellen.
Wenn es die Tür zum Gruppenraum öffnet, steht Ihr Kind zunächst in einem großen
Raum, mit einer Menge Kinder,
die ihm weitestgehend noch fremd sind. Es weiß noch nicht, wo alles seinen
Platz hat, was hier erlaubt ist
und was nicht.
Außerdem ist ihm
der Tagesablauf noch unbekannt. Nach wenigen Tagen kann Ihr Kind bereits die
Kinder
voneinander unterscheiden. Dadurch gewinnt es an Sicherheit und fühlt sich
zunehmend wohler.
Für Ihre Fragen,
die bestimmt auch ganz vielfältig sind, sind stets die Erzieherin und die
Kinderpflegerin in
der Gruppe für Sie da. Gemeinsam wird es uns sicher gelingen, dass sich Kind
und Eltern in unserem Kindergarten
wohl fühlen. Dazu gehört natürlich gegenseitiges Vertrauen und Offenheit.