12.1.       Entwicklungsrisiken und (drohende) Behinderung

 

In unserer Einrichtung werden Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder, also Kinder,
die in ihrer körperlichen Funktion, ihrer geistigen Fähigkeit oder seelischer Gesundheit längerfristig
beeinträchtigt sind, gemeinsam mit Nichtbehinderten gefördert, erzogen und betreut. Grundlage der
pädagogischen Arbeit ist eine harmonische Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz und Zusammengehörigkeit.

Unterschiedlichkeit wird bei uns als Chance, voneinander zu lernen, gesehen. Behinderten Kindern und ihren
Familien wird dadurch die Möglichkeit geboten, weiterhin im sozialen Umfeld zu leben (Fördereinrichtungen sind
häufig weiter entfernt) und bestehende Kontakte und Freundschaften aufrecht zu erhalten.
Kinder mit besonderen
Bedürfnissen profitieren vom positiven Vorbild, von den Anregungen der anderen.

Ebenso lernen Nichtbehinderte und deren Familien, dass Schwächen und Behinderungen ein Teil von Normalität sind.
Nichtbehinderte Kinder werden durch die Alltagssituation sensibel dafür, Schwächen bzw. Hilflosigkeit zu erkennen
und angemessen zu reagieren. Ebenso werden sie die individuellen Stärken des anderen erfahren und schätzen und
andere Werte kennen lernen. Für das pädagogische Personal ist ein wesentlicher Bestandteil in der integrativen
Erziehung das Beobachten, das Festhalten des Entwicklungsstandes, das Erstellen eines Förderplans und die offenen
Gespräche mit den Eltern.

Voraussetzung für eine optimale sprachliche, motorische, kognitive, emotional-soziale, individuelle Förderung ist eine
gute Zusammenarbeit mit den Fachdiensten (Logopäde, Ergotherapeut, Psychotherapeut usw.).

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