13.4.       Projekt: Hören- Lauschen- Lernen

Vorstufe- Olli Ohrwurm

Kinder im Vorschulalter haben in der Regel eine gut verständliche Umgangssprache, verfügen über
einen ausreichenden Wortschatz und verwenden eine weitgehend korrekte Grammatik.

Die Kinder können meist problemlos mit ihrer Umgebung kommunizieren. Bei dieser alltäglichen
Kommunikation konzentrieren sich die Kinder aber ausschließlich auf die Bedeutung und den Inhalt
des Gesagten. Die andere Seite der Sprache- deren Form und Struktur- ist ihnen nicht immer bewusst.
Vielen Vorschulkindern fällt es teilweise noch schwer, das, was sie sagen, in einzelne Wörter, Silben
und Laute aufzuteilen. Später in der Schule sollen sie dann aber recht schnell lernen, dass diese Laute
von bestimmten Zeichen- den Buchstaben- repräsentiert werden.

Sprachliche Bewusstheit ist eine wichtige Voraussetzung zum problemlosen Lesen- und Schreiben lernen.

Bestimmte Kriterien bei der Ausübung sollen eingehalten werden.

  1. Das Programm soll regelmäßig durchgeführt werden
  2. Die Struktur des Programms soll erhalten bleiben
  3. Die Kinder sollen das Gefühl haben zu spielen. Kein Kind darf eine

Niederlage erleiden oder sich als dumm verkauft fühlen.

In kleinen Gruppen soll individuell auf die Kinder eingegangen werden,

um die Einzelnen gezielt zu fördern.

In größeren Gruppen soll sich die Trainingsdurchführung immer an den

schwächeren Kindern orientieren.

Wir arbeiten mit Lauten und nicht mit Buchstabennamen.

Durch Spiele in einer bestimmten Reihenfolge wird das Projekt das ganze

Jahr immer wieder gefördert und aufgefrischt.

Die Spiele bestehen aus sechs verschiedenen Bereichen:

a)     Lauschspiele

b)    Reime

c)     Sätze und Wörter

d)     Silben

e)     Anlaute

f)     Phoneme

Unterstützend bei der Arbeit sind Bildkarten, Sprachspiele, Fingerspiele,

Reime und alles, was mit Sprache zu tun hat.

Als Voraussetzung für diese Umsetzung beginnen wir schon mit den Kleineren

mit dem Programm von Olli Ohrwurm- die Schule des Hörens.

Die Kinder sollen hier erleben, wie sehr unser Empfinden durch das Hören

beeinflusst wird. Diese eigenen Erfahrungen, spielerisch vermittelt und doch

so wesentlich im Umgang mit einem so elementar wichtigen Sinnesorgan wie

dem Gehör, wecken auch ein besseres Gespür für unsere anderen Sinne.

Mit Spielen, Gedichten, CD, Geschichten, Hörübungen, Geräuschememories

und vielen Umsetzungsmöglichkeiten wird hier der Grundstock für besseres

Lesen und Schreiben lernen gelegt.

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