Unsere altersgemischten Gruppen bieten den Kindern ein weites Feld
vielseitiger Lern- und
Erfahrungsmöglichkeiten. Hervorzuheben sind die sozialen Lernmöglichkeiten.
Eine Orientierung ist
an Jüngeren und Älteren möglich. Die Kinder setzen hierbei ihre eigenen Entwicklungsschwerpunkte.
Kinder lernen viel leichter von Kindern als von Erwachsenen, da die Entwicklungsunterschiede
nicht
unüberwindbar groß erscheinen. (Peer to peer.)
Wir
legen sehr großen Wert darauf, dass Kinder rücksichtsvoll miteinander umgehen,
hilfsbereit und
tolerant anderen gegenüber sind und sich auf Unterschiede einlassen können.
Sie lernen im sozialen
Miteinander gegenüber Älteren und Jüngeren ihre eigenen Interessen durchzusetzen,
entstehende Konflikte
sozial zu lösen, sowie mit unterschiedlichen Wünschen und Verhalten umzugehen
(gemischte Turnstunde,
Patenschaften, Dienste usw.). Die Kinder sollen sich selbst auch als Vorbild
begreifen und dadurch das eigene
Verhalten reflektieren (Vorschulkinder erledigen wichtige Gruppendienste).
Erziehung
zu Frieden muSS
spätestens
im Kindergarten beginnen.
Wer
Frieden will, muß
ihn in die Kinderseelen säen.
Frieden
muß
man den Kindern vorleben!
denn
er ist ein ewiger Kreislauf:
Was
man sät, wird man ernten, was man erntet, sät man.
Elisabeth Satory
Im
Kindergarten bietet sich für die Kinder verstärkt die Möglichkeit an, sich
mit dem auseinander zu setzen,
was es ausmacht, ein Junge bzw. ein Mädchen zu sein und welche Rolle sie als
Mädchen bzw. Junge einnehmen
können. Wir möchten den Kindern in dieser Entwicklungsphase die Chance geben,
ihre eigene Geschlechtsidentität
zu entwickeln, mit der sie sich sicher und wohl fühlen.
Die
Kinder erfahren innerhalb des Kindergartens, dass das andere Geschlecht gleichberechtigt,
gleichwertig ist
und sie sollen die Unterschiede wahrnehmen und wertschätzen. Im Kindergartenalltag
vermitteln wir den Kindern,
dass Begabung, Fähigkeit, Interesse und andere Persönlichkeitsmerkmale nicht
geschlechtsabhängig sind
(Mädchen an der Werkbank, Jungs in der Puppen- oder Verkleidungsecke usw.).
Die
Kinder werden behutsam an kulturgeprägte andere
Vorstellungen über Geschlechteridentität herangeführt,
sie sollen lernen dies zu respektieren und dennoch kritisch zu hinterfragen.

Interkulturelle
Erziehung hat eine individuelle und eine gesellschaftliche Dimension, die
Kinder und Erwachsene
gleichermaßen betrifft. Es handelt sich hier um einen komplexen Entwicklungsprozess,
der auf verschiedenen Ebenen
angesiedelt ist. Nicht nur Wertvorstellungen und Erwartungen gehören dazu,
auch Gefühle und alltägliches Handeln
sind davon betroffen.
Aus
diesen Gründen wollen wir den Kindern ein selbstverständliches Miteinander
mit anderen Kulturen und Sprachen
erleben lassen.
Die
Kinder lernen mit Natürlichkeit und Offenheit anderen Menschen zu begegnen,
sie zu tolerieren und den anderen
wertzuschätzen und entwickeln Neugierde und Freude an der fremden Kultur und
Sprache.
Einen
weiteren Schwerpunkt in der Arbeit mit Migrantenkindern
sehen wir darin, dass der situationsangemessene
Sprachwechsel zwischen Muttersprache und deutscher Sprache eingeübt wird.
Bei
eventuellen Sprachdefiziten erhalten die Kinder eine angemessene Hilfestellung
(Sprachkurs: Kindergarten-Schule)
um gut auf den Eintritt in die Schule vorbereitet zu werden.