13.3.  Wald- Projekt

 

In unserer Einrichtung haben wir schon seit vier Jahren das Projekt-

„Den Wald mit allen Sinnen erfahren“.

 

Dieses Projekt wird auf das ganze Jahr ausgedehnt. Der Wald als Lebens- und Erfahrungsraum
begleitet uns durch das ganze Jahr, in dem wir mit Waldwochen verteilt auf die vier Jahreszeiten
unsere Erfahrungen vertiefen. Für Kinder gibt es kaum einen Raum, der ihnen so viele Entdeckungs-
und Entwicklungsmöglichkeiten bietet, wie der Wald. Hier erleben sie die Natur in ihrem Jahreszyklus
und sehen spüren und riechen die Veränderungen, die dabei geschehen- vom frischen Grün über den
Blütenreichtum bis hin zum Verfärben der Blätter und den ersten kalten Tagen.

Doch auch die unterschiedlichen Stimmungen im Verlauf eines einzigen Tages können im Wald deutlich
gespürt werden - verändern sich doch die Geräusche mit dem Wind, das Licht mit dem Stand der Sonne
und die Temperatur.

Daneben haben sie unendlich viele Freiräume, ihre eigenen Entwicklungen zu machen, den eigenen
Bedürfnissen auf der Spur zu sein und diese auch zu befriedigen.

Wir wollen den Kindern aber auch vermitteln, dass der Wald in erster Linie ein Lebensraum für viele
Pflanzen und Tiere ist. Sie sollen lernen ihn zu benützen und darin zu toben, aber auch den Wald zu
respektieren.

Unsere Waldwochen werden im Herbst in den ersten zwei Oktoberwochen, im Winter in den letzen zwei
Januarwochen, im Frühling und im Sommer stattfinden.

Begleitet werden wir von der örtlichen Forstbehörde Kelheim und dem Bund Naturschutz. Aktionen, die
dazu stattfinden werden Besuche bei:

Schreinerei

Baumschule

Sägewerk

Waldgelände in Wiesenfelden mit Luchsen

Regelmäßige Erkundungen mit dem zuständigen Förster sein.

Ablauf der Waldwochen

Jede Gruppe darf eine Woche, jeden Tag in den Goldtalwald .

Als Unterstellplatz bzw. Brotzeit- oder Erholungsplatz wird eine feste Überdachung in dieser Zeit gestaltet. 

Infomaterial bezüglich von Zecken und Fuchsbandwurm können in der jeweiligen Gruppe mitgenommen werden.

Alle üblichen Hygienemaßnahmen werden natürlich eingehalten.

Wichtig für die Kinder ist vor allem, je nach Wetterlage, die richtige Kleidung.

Zur Grundausstattung gehören eine Matschhose (bei Kälte Skihose), festes Schuhwerk und ansonsten die
Zwiebelmethode. Wechselkleidung kann im mitgeführten Bollerwagen oder im Bauwagen deponiert werden.

Regeln und Verhalten im Wald werden genauso wie im Kindergarten festgelegt.

Bei Interesse der Eltern zeigen wir einen Videofilm über ein Projekt: 

 „Waldwochen mit Kindern“.

 

Alle Eltern unserer Einrichtung haben sich für dieses Projekt positiv ausgesprochen und nur bei
krankheitsbedingten Ausnahmefällen wurden einzelne Kinder in einer anderen Gruppe betreut.

Regeln, die während dieser Zeit bestehen wurden bildhaft dargestellt und aufgehängt. Die erste Woche sind
sie fester Bestandteil des Morgenkreises. Als Toilette dient ein Klostuhl, der etwas abseits mit Stoff abgeschirmt,
von allen Kindern akzeptiert wurde.

Für unseren Morgenkreis und andere gemeinsame Aktionen bauen wir uns ein Waldsofa, aus Stöcken und Ästen,
das uns als „Stuhlkreis“ dient.

Unsere festen Regeln sind:

Im Wald auf die kleinen Lebewesen achten. Keine jungen Bäume abbrechen oder kleine Tiere verletzen.

Keine Beeren oder andere Früchte essen. Sie könnten giftig sein oder durch den Fuchsbandwurm Krankheiten
auslösen.

Andere Kinder nicht mutwillig oder durch Unachtsamkeit beim Spiel mit Stöcken usw. verletzen.

Sich nur so weit entfernen, dass noch Blickkontakt zu einem Erzieher besteht. Möchte jemand weiter weg gehen,
um z.B. etwas anzusehen, einem Erzieher Bescheid geben, so dass dieser mitkommen kann.

Bei der Brotzeit stets vorm Abbeißen oder Trinken nachsehen, dass keine Wespe etc. auf dem Essen/Getränk sitzt.

Keinen Müll und keine Essensreste im Wald wegwerfen.

 

Ansonsten gelten alle allgemein gültigen Regeln, die auch im sozialen Umfeld Kindergarten, fester Bestandteil sind.

Weiterführend würden wir unser Projekt gerne als offene Waldgruppe anbieten. Dies ist jedoch abhängig von
ausreichend Personal und deren Flexibilität.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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